Vorräte vor Lebensmittelmotten schützen: Unsere Tipps

 

 

Lebensmittelmotten sind keine gern gesehenen Gäste in den eigenen vier Wänden und dennoch kann es jedem passieren, dass diese unangenehmen Schädlinge sich an den hauseigenen Lebensmitteln zu schaffen machen. Wenn auch Sie ein Problem mit Lebensmittelmotten haben und wie Sie diese wieder loswerden können, erfahren Sie nachfolgend.

 

Was sind eigentlich Lebensmittelmotten?

 

Lebensmittelmotten sind unterschiedlichsten Arten von Schmetterlingen. Sie lieben diverse Lebensmittel und machen sich als Schädlinge über diese her. Zu den drei gängigsten Arten in Deutschland gehören die:

 

  • Mehlmotte
  • Speichermotte
  • Dörrobstmotte

 

Je nach Art, entwickeln diese Falter eine Größe von bis zu 25 Millimeter. Wobei der eigentliche Schädling nicht die Motte selbst, sondern die vorangegangene Larve darstellt.

 

Die Dörrobstmotte

 

Die Dörrobstmotte hat eine z.B. eine Flügelspannweite von ca. 12 bis 20 Millimeter und eine wird etwa fünf bis zehn Millimeter lang. Am vorderen Flügel ist ein Teil hell eingefärbt, wobei der restliche Teil eine rötliche Färbung aufweist. Diese Motte durchlebt mehrere Lebenszyklen und Entwicklungsstadien.

 

Temperaturabhängige Entwicklung

 

Abhängig von der Temperatur dauert die Entwicklung vom Ei bis hin zum Schlupf der Larve rund vier bis viereinhalb Wochen. Liegt die Temperatur nur bei etwa 20 Grad, dann kann die vollständige Entwicklung auch mehr als 70 Tage dauern. Im ausgewachsenen Zustand nimmt diese Lebensmittelmotte keinerlei Nahrung mehr zu sich.

 

Kein langes Leben im erwachsenen Alter

 

Die Lebensdauer variiert zwischen zehn Tagen und zwei Wochen. Eine einzige Motte kann dabei bis zu 300 Eier legen, wovon jedes Ei einen Durchmesser von weniger als einen halben Millimeter hat. Aus dem Ei brauchen die Motten nur rund drei bis fünf Tage, bis aus ihnen die Raupen schlüpfen.

 

Die gefräßige Raupe

 

Die Raupe kann im Laufe ihrer Entwicklung eine Größe von bis zu 17 Millimeter erreichen. Vornehmlich stehen auf ihrem Speiseplan Tee, Gewürze, Schokolade, Hülsenfrüchte, Kakao, Kaffee, Nudeln und Getreideprodukte. Aus diesem Grund handelt es sich auch um einen Schädling.

 

Die Mehlmotte ein größerer Vertreter

 

Die Mehlmotte ist etwas größer und hat eine Flügelspannweite von rund 20 bis 25 mm. Sie ist damit auch eine der größten Lebensmittelmotten und kann so sehr gut von den anderen Artgenossen unterschieden werden. Zehn bis 14 mm kann dabei die Mehlmotte an Körperlänge erreichen. Die vorderen Flügel sehen bleigrau aus und zeigen oftmals zwei gezackte, helle Querlinien.

 

Schon nach zwei Tagen bereit zum Eier legen

 

Ist das Mehlmottenweibchen geschlüpft, dann kann diese schon am zweiten Tag selber Eier ablegen. Hierzu müssen sie vorher noch nicht einmal Nahrung zu sich genommen haben. In warmen Gebäuden kommen so pro Jahr etwa drei bis vier Generationen zustande.

 

Extremer Befall innerhalb kürzester Zeit

 

Ist die Mehlmotte in einem Haushalt erst einmal aktiv, dann dauert nicht sehr lange, bis sämtliche mehlhaltige Lebensmittel befallen sind. Auch Packungen aus Papier, Folie und Plastik stellen für den Falter kein Problem dar, denn diese können sie ganz einfach durchbeißen.

 

Diese Lebensmittel werden bevorzugt verspeist

 

Wie bereits erwähnt stellen vor allen Dingen Lebensmittel aus Getreide und Mehl den Speiseplan von Lebensmittel zusammen. Sie legen ihre Eier vornehmlich auf kohlenhydratreiche Produkte wie:

 

  • Dörrobst
  • Nudeln
  • Produkten aus Getreide
  • Kaffee
  • Kakao
  • Nüsse
  • Gewürzen
  • Tee

 

Wie Sie Lebensmittelmotten bekämpfen können

 

Zu den wirkungsvollsten Hausmitteln gegen die Schädlinge gehören insbesondere der Duft von Lorbeerblättern, Gewürznelken oder Zedernholz. Sie können aus genannten Produkten selber ganz einfach ein Duftkissen erstellen. In regelmäßigen Abständen sollten Sie die Düfte aber erneuern, damit sie weiter effektiv gegen die Falter wirken können.

 

Schlupfwespen sind die sinnvollste Art und Weise zur Bekämpfung

 

Im Kampf gegen Lebensmittelmotten stellt vor allen das Ausbringen von Schlupfwespen die wohl sinnvollste Variante dar. Diese sind nämlich ein natürlicher Feind von Motten, da sie ihre eigenen Eier als Parasit in die Eier der Motten legen. So kann aus dem Ei der Motte keine Larve mehr entschlüpfen und das Problem hat sich somit beinahe von selbst erledigt, da der Lebenszyklus der Lebensmittelmotte so unterbrochen wird.

 

Biozide sind keine Alternative

 

Gerade im Bereich von Küche und somit auch Lebensmittel, sollten Sie vollkommen auf Chemie verzichten. Zwar gibt es diverse Produkte auf dem Markt, die genau auf die Bekämpfung von Lebensmittelmotten abgezielt sind, dennoch schaden Biozide nicht nur dem Schädling selbst, sondern auch Ihnen als Konsument.

 

Wie Sie Ihre Lebensmittel schützen können

 

Lebensmittelmotten bevorzugen dunkle Ecken und Vorratskammern. Achten Sie beim Kauf Ihrer Lebensmittel bereits darauf, dass die Verpackungen keine Löcher aufweisen und auch zu Hause sollten Sie die Verpackungen regelmäßig kontrollieren. Verschließen Sie Ihre trockenen Lebensmittel sicher in Gefäßen aus Metall, Kunststoff oder Glas. Diese sollten dicht verschließen entweder durch einen Schraubverschluss oder noch besser, durch einen Verschluss mit Gummidichtung.

 

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