Welthunger

Eine vegane Gesellschaft wirkt Welthunger entgegen

Oft begründen Menschen Veganismus mit einer ethischen Einstellung gegenüber den Tieren. Doch vegan zu leben, bedeutet auch, den Menschen zu helfen. Mit einer veganen Lebensweise wäre es zum Beispiel einfacher, den Welthunger zu bekämpfen.

Verschwendung von Nahrungsmitteln

Etwa 30% des angebauten Getreides sowie 90% des Sojas werden weltweit als Futter für die Nutztiere gebraucht. Vor allem Masttiere, die selber als Nahrungsquelle für den Menschen dienen sollen, müssen hiervon reichlich fressen. Das Problem ist, dass die Tiere bis zu 16kg Getreide fressen müssen um 1kg Fleisch zu produzieren. Das geht zwangsläufig mit einer großen Verschwendung an Lebensmitteln und Ressourcen einher. Die Albert Schweizer Stiftung ruft die Menschen in den Industrieländern schon seit einigen Jahren dazu auf, weniger Fleisch zu essen: https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/umweltbundesamt-zum-zusammenhang-von-fleischkonsum-und-welthunger.

Das Verteilungsproblem

Das allein ist nicht Grund, weshalb es den Welthunger gibt, denn eigentlich gibt es momentan auf der Erde genug Lebensmittel, um alle Menschen zu ernähren. Es liegt ein Verteilungsprobem vor, durch welches einem großen Teil der Menschheit die ausreichende Zufuhr an Nahrungsmitteln verwehrt bleibt. Trotzdem würde die Entscheidung, vegan zu leben, einige Faktoren aus dem Weg räumen, die dafür verantwortlich sind, dass Welthunger existieren kann.

Folgen einer veganen Lebensweise

Hilfsorganisationen, die den Kampf gegen den Welthunger aufgenommen haben, transportieren hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel in die vom Hunger betroffenen Länder. Diese lassen sich weitaus besser transportieren und aufbewahren und sind darüber hinaus auch länger haltbar als Fleischprodukte. Wenn nun mehr Pflanzen für den menschlichen Verzehr angebaut werden würden, könnten solche Organisationen mehr verteilen. Viele der Länder, in denen Menschen nicht genug zu essen haben, sind unter anderem deshalb unfruchtbar und heiß, weil der Anbau von Soja als Futter für die Tiere außer Kontrolle geraten ist. Allein für den Menschen produziert, müssten für Soja nicht Unmengen an Bäumen im Regenwald gerodet werden. Das Roden des Regenwaldes und der Wasserverbrauch gehören zu den Ursachen für die fortschreitende Wüstenbildung: http://swissveg.ch/versteppung. Das bedeutet nicht, dass alle Länder, in denen der Hunger verbreitet ist, unfruchtbar sind und es dort zu wenig Nahrungsmittel gäbe. Meistens ist es nur so, dass sich die dort lebende Bevölkerung die Lebensmittel kaum leisten kann. Fleisch ist sowieso sehr teuer, aber dadurch dass soviel an Getreide sowie anderen Nutzpflanzen an die Tiere abgeht, steigen auch die Preise für die pflanzlichen Lebensmittel. In einer Gesellschaft, die sich vegan ernähren würde, gäbe es einen starken Überschuss an Getreide. Zumindest ließe sich ein solcher leicht erzielen, weshalb auch die Preise für die Lebensmittel drastisch sinken würden.

Vegan sein bedeutet solidarisch sein

Es ist nicht sicher, ob jemals eine Lösung gegen den Welthunger gefunden werden kann. Trotzdem verändert die Entscheidung für den Veganismus etwas Grundlegendes in der Gesellschaft. Eine ethische Lebensweise, auch wenn sie zuerst mit der Tierethik in Verbindung gebracht wird, führt zwangsläufig zu mehr Mitgefühl und Solidarität gegenüber den Menschen. Dadurch ist eine wichtige Grundlage geschaffen, mit welcher dem Welthunger Einhalt geboten werden kann.

Quellen:

http://swissveg.ch/versteppung
http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/hunger_vegan.html
http://vegane-bewegung.de/warum-vegan/warum-fleischkonsum-den-welthunger-foerdert.html