Wie kann man den Kauf von nicht-veganen Lebensmitteln vermeiden?

 

 

Unternehmen und Hersteller reagieren auf die Nachfrage nach veganen Produkten mit allem, vom Frischkäse bis zum Schokoriegel. Veganer hatten es noch nie so gut! Es geht nur darum zu wissen, worauf man achten muss, wenn man mit seinem Einkaufskorb unterwegs ist, um vegane Lebensmittel zu kaufen. 

 

Auf der Suche nach der Sonnenblume

 

Schlendern Sie oft durch den Supermarktgang und starren unbedruckt auf ein Etikett und versuchen sich selbst davon zu überzeugen, dass Sie mit der Zutatenliste zufrieden sind, bevor Sie Ihren Wunschartikel unauffällig wieder in das Regal stellen und hoffen, dass es niemand bemerkt hat? Sie sind nicht allein. Obwohl es 18.000 Produkte gibt, die mit der veganen Marke gekennzeichnet sind, wette ich, dass es andere Artikel auf Ihrer Einkaufsliste gibt, die immer noch für einige Verwirrung sorgen. Bis uns die Supermärkte und Hersteller mit einer adäquaten und korrekten Kennzeichnung etwas mehr helfen, werden Veganer weiterhin mit diesem Einkaufsdilemma konfrontiert sein. Also achten Sie auf das vegane Label: die Sonnenblume. Bei dieser können Sie sicher sein, dass es sich um ein veganes Produkt handelt und somit müssen Sie nicht stundenlang die Zutatenliste durchforsten. 

 

Unerwartete Inhaltsstoffe

 

Selbst der akribischste Leser kann Fehler machen, besonders wenn sich herausstellt, dass die unscheinbarsten Produkte nicht vegan sind. E-Nummern im Brot, Seide im Shampoo, Perlen im Deodorant, Vitamin D3 im Getreide, Glyzerin im Duschgel – es kann ein wenig erdrückend sein. Wussten Sie, dass Äpfel nach der Reinigung mit Schellack überzogen werden können? Und für den Fall, dass Ihre Sojamilch nicht „milchig“ genug ist, sind einige Hersteller sogar dafür bekannt, Molkenpulver dazuzugeben! Aber verzweifeln Sie nicht. Nachfolgend ist ein kleiner Ratgeber, der Ihnen sagt, welche Inhaltsstoffe Sie besser vermeiden sollten. 

 

Sind Süßigkeiten tabu?

 

Vor einigen Jahren war es fast unmöglich vegane Süßigkeiten zu bekommen. Inzwischen bieten viele Hersteller vegane Alternativen für Naschkatzen. Wer sich nicht ganz sicher ist nach welchen veganen Süßigkeiten er ausschau halten soll findet auf lebenslanggesund.de eine tolle Übersicht zu veganen Süßigkeiten. Wie man es vermeidet, Produkte zu kaufen, die nicht für Veganer geeignet sind:

 

1) Verwenden Sie Allergiehinweise als Leitfaden

 

Nach der EU-Richtlinie müssen Unternehmen genau angeben, welche Allergene in einem Produkt enthalten sind. Unternehmen, die in der EU tätig sind, müssen nicht nur angeben, welche allgemein benannten Allergene (d.h. „Milch“) im Produkt enthalten sind, sondern diese Allergene müssen sich auch in irgendeiner Weise hervorheben: Sie können sie fett gedruckt oder unterstrichen finden. Während dies nicht für Zutaten wie Honig und Ei-Lezithin gilt, identifiziert es zumindest die üblichen Verdächtigen.

 

2) Erledigen Sie Ihre Hausaufgaben

 

Eine schnelle Internetrecherche kann sich als nützlich erweisen oder Sie können die Hersteller direkt fragen, wenn Sie unsicher sind. Viele Unternehmen haben eine Erklärung auf ihrer Website oder können eine Liste zur Verfügung stellen. Es gibt auch Apps für Smartphones. Mit deren Hilfe lässt sich die Süßigkeit schnell abscannen und gibt schnell Auskunft darüber, ob das Produkt vegan ist oder nicht. 

 

3) Fragen Sie Ihre Freunde

 

Schließen Sie sich einer veganen Gruppe in Ihrer Nähe an. Teilen Sie, was Sie essen, experimentieren Sie mit neuen Ideen oder unterstützen Sie gemeinsam lokale veganfreundliche Restaurants. 

 

4) Verschaffen Sie sich einen Überblick über die E-Nummern

 

E-Nummern sind Code-Namen für Lebensmittelzusatzstoffe und sie können für das ungeübte Auge verwirrend wirken. Aber es dauert nicht lange, bis man den Überblick über sie hat. Also recherchieren Sie vorher, welche E-Nummer hinter was steckt. Beispielsweise steht E631 für Dinatrium-Inosinat. Dieses kann aus Fleisch, Fisch oder Tapiokastärke hergestellt werden. Überprüfen Sie das Etikett auf eine vegane Kennzeichnung oder kontaktieren Sie den Hersteller. 

 

5) Achten Sie auf das „V“-Symbol

 

Eine zufällige Kontamination durch tierische Stoffe ist in vielen Situationen wahrscheinlich, z.B. in Produktionslinien, die nicht für vegane Produkte bestimmt sind. Vegetarische Produkte sind ein gutes Zeichen dafür, dass Sie auf dem richtigen Weg sind, denn dieses Symbol eliminiert viele der Zutaten, die Sie als Veganer vermeiden möchten. Achten Sie auf Produkte, die von Insekten stammen, wie Honig, Bienenwachs und Schellack.

 

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